Aufgrund unserer Aktivitäten den unterschiedlichsten Märkten verfügen wir über umfassende Erfahrungen mit verschiedenen Verkehrsmärkten und ihren Merkmalen.
Die folgenden Marktübersichten wurden im Mai 2011 erstellt.
Öffentliche Ausschreibungen im tschechischen Busmarkt finden nur begrenzt statt; üblich ist die Direktvergabe. Bezuschusste Selbstkostenverträge werden jährlich von den Kommunalverwaltungen vergeben. Infolge der Privatisierung ist der Markt stark zersplittert und zählt rund 250 Busunternehmen.
Der Staat ist für die Bereitstellung und Finanzierung von Bahndienstleistungen verantwortlich. Der Schienenverkehrsmarkt steht am Anfang der Liberalisierung, doch aufgrund der Verlängerung des Vertrags mit dem staatseigenen Betreiber auf weitere 10 Jahre sind mittelfristige Geschäftsmöglichkeiten eingeschränkt.
Ausschreibungen für Busleistungen sind die Norm - 90 Prozent der Busleistungen werden ausgeschrieben.
Sechs ÖPNV-Behörden sind für den Busverkehr verantwortlich. Gewöhnlich werden Bruttoverträge mit einer durchschnittlichen Laufzeit von sechs Jahren vergeben. Qualität und Serviceleistung werden durch Anreizsysteme (Bonus/Malus) geregelt.
Der Schienenverkehrsmarkt wurde im Jahr 2000 für öffentliche Ausschreibungen freigegeben. Die Dänische Staatsbahn (DSB) betreibt circa 75 Prozent der Eisenbahnstrecken in Dänemark durch Direktvergabe.
Das dänische Parlament legt den Rechtsrahmen für die Bereitstellung von Bahndienstleistungen sowie die Tarife fest. Es werden Nettoverträge mit Bonus/Malus-Regelungen bezüglich Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit vergeben.
Die Landesregierung ist für den regionalen Busverkehr verantwortlich. Busdienste werden weitgehend von staatseigenen Unternehmen betrieben, die jetzt jedoch mit der externen Vergabe von Dienstleistungen beginnen. Der öffentliche Personennahverkehr obliegt der Verantwortung der Kommunen. Verträge mit Exklusivrechten werden per Ausschreibung vergeben. Die Stadt Budapest plant eine Ausschreibung mehrerer Verträge zur Bedienung des Stadtbusverkehrs.
Bisher fanden noch keine Ausschreibungen im Schinenverkehrsmarkt statt.
Die Liberalisierung des italienischen Busmarktes hat zwar begonnen, doch der Markt öffnet sich nur langsam und Ausschreibungen sind noch nicht die Norm.
Der Markt ist stark subventioniert und die Tarife sind niedrig. Der Staat stellt nationale Fördermittel und Subventionen für Flotteninvestitionen bereit. Die Beschaffung von Busverkehren und die Tariffestlegungen innerhalb eines allgemeinen Rahmens sind Aufgabe der Provinzen und Kommunen. Bei den Verträgen handelt es sich meist um Nettoverträge.
Der Schienenverkehrsmarkt muss noch liberalisiert werden. Einige Regionen erwägen jedoch bereits eine Marktöffnung.
Die Regierung von Malta ist der zuständige Aufgabenträger für den ÖPNV, welcher die wesentlichen Rahmenbedingungen wie Liniennetz, Fahrplan und Tarife vorgibt.
2011 hat der Aufgabenträger den Zuschlag für die Nahverkehrsleistungen an Arriva erteilt. Das vorherige Verkehrssystem wurde durch unabhängige Buskonzessionäre erbracht.
Der jetzige 10-Jahresvertrag beinhaltet komplett alle Busleistungen und erfüllt detailliert alle öffentlichen Vorgaben zum Bussystem.
Es gibt keine Eisenbahn auf Malta.
Rund die Hälfte der niederländischen Busverkehre außerhalb der Großstädte wird ausgeschrieben.
11 regionale Aufgabenträger sind für die die Organisation und Vergabe der ÖPNV-Leistungen verantwortlich und vergeben Konzessionen durch regelmäßige öffentliche Ausschreibungen. Gewöhnlich werden Nettoverträge mit einer durchschnittlichen Laufzeit von acht Jahren vergeben.
Leistungen für das Bahnnetz wurden bisher kaum ausgeschrieben, wobei NS Rail 94 Prozent des Marktes beansprucht. Für den regionalen Bahnverkehr sind die Regionalbehörden verantwortlich. Die Vertragsvarianten unterscheiden sich stark von Region zu Region. Üblich sind Nettoverträge mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 15 Jahren.
Die Regionalbehörden können Busverträge entweder per Ausschreibung oder direkt vergeben. Der Markt steht am Anfang der Liberalisierung. Für den Stadtverkehr werden Bruttoverträge mit einer Laufzeit von zwei bis sechs Jahren vergeben.
Die Beschaffung regionaler Bahnverkehre wurde auf die Regionen übertragen; es werden kurzfristige Nettoverträge mit Laufzeiten zwischen einem Jahr und drei Jahren vergeben.
Der Busmarkt in Portugal ist ein kommerzieller Markt, für den Lizenzen und exklusive Konzessionen mit einer Laufzeit von 10 bis 30 Jahren vergeben werden. Es gibt keine öffentlichen Ausschreibungsverfahren. Die Kommunen sind für die Streckenvergabe verantwortlich und vergeben entweder Lizenzen an unabhängige Betreiber oder stellen die Leistungen selbst bereit. Über Tariferhöhungen entscheidet die Regierung.
Der Schinenverkehrsmarkt muss noch liberalisiert werden. Bisher wurde nur ein einziges Mal eine Konzession an ein Privatunternehmen vergeben – an Barraqueiro (zu 31,5 Prozent im Besitz von Arriva).
Öffentliche Ausschreibungen fanden bisher für weniger als 5 Prozent des Busnetzes statt. Die Regionen sind für die Bereitstellung und Finanzierung des Personennahverkehrs verantwortlich. Die Laufzeiten der Exklusivverträge liegen zwischen einem Jahr und neun Jahren.
Die Zentralregierung ist für die Bereitstellung und Finanzierung des Eisenbahnverkehrs verantwortlich.
Spaniens Busverkehr basiert weitgehend auf Konzessionen.
Es gibt 19 Regionen mit gesetzgebender Gewalt. Bisher wurden meist langfristige Konzessionen mit Exklusivrechten und Laufzeiten zwischen acht und 25 Jahren vergeben. Die Regionen legen Höchsttarife fest und kontrollieren die Erfüllung der Konzessionsauflagen.
Der Schinenverkehrsmakrt muss noch liberalisiert werden; bisher fanden noch keine öffentlichen Ausschreibungen statt.
Die Liberalisierung des Busmarktes begann in den 80er Jahren und Ausschreibungen sind mittlerweile die Norm.
22 ÖPNV-Behörden tragen die Verantwortung für die Busverkehre und legen Fahrkartenpreise, Fahrpläne und Vertragslaufzeiten fest.
Gewöhnlich werden Bruttoverträge mit einer durchschnittlichen Laufzeit von acht Jahren vergeben. Qualität und Serviceleistung werden durch Anreizsysteme (Bonus/Malus) geregelt.
Der Eisenbahnmarkt ist vollständig dereguliert. Schienenfahrzeuge werden häufig vom öffentlichen Auftraggeber bereitgestellt.
Bei Regionalverkehrsverträgen handelt es sich gewöhnlicherweise um Bruttoverträge mit einer Laufzeit von sieben bis 10 Jahren; Qualität und Serviceleistung werden durch Anreizsysteme (Bonus/Malus) geregelt. Für überregionale Bahnleistungen werden meist Nettoverträge mit einer Laufzeit von 10 bis 15 Jahren vergeben.
Für den britischen Busmarkt gelten zweierlei Systeme: Der Markt außerhalb Londons ist liberalisiert und wurde bereits Mitte der 80er Jahre privatisiert. Busunternehmen stellen auf kommerzieller Basis ihre Leistungen mit direktem Fahrgastdialog bereit, die Betreibertragen das Einnahmen- und Kostenrisiko. Besteht eine soziale Notwendigkeit für Busleistungen auf Strecken, die nicht kommerziell betreibbar sind, so können Kommunen Leistungsverträge hierfür an Betreiber vergeben.
In London ist der Busmarkt reguliert und Leistungsverträge werden vom städtischen Verkehrsverband „Transport for London“ (TfL) vergeben. In den Bruttoverträgen sind die erforderlichen Routen, Fahrzeuge und Fahrpläne festgelegt; ihre Erfüllung wird streng kontrolliert, um ein hohes Qualitätsniveau zu gewährleisten, wobei TfL das Einnahmenrisiko trägt.
Auf dem britischen Schinenverkehrsmarkt bewerben sich Unternehmen in Ausschreibungsverfahren um Konzessionen für festgelegte Laufzeiten und Leistungsangebote. Bahnkonzessionen in Großbritannien sind im Allgemeinen wesentlich umfangreicher als auf dem europäischen Festland.
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