Arriva hat seinen Unternehmenssitz im nordenglischen Sunderland.
1938 eröffnete die Cowie-Familie dort einen Handel mit gebrauchten Motorrädern. Seitdem hat sich ihre Firma zu einem bedeutenden, europaweit aktiven Verkehrskonzern entwickelt.
Im Jahr 1960 stieg das Unternehmen - immer noch unter dem Namen Cowie - in den britischen Autohandel ein. 1965 wurde Cowie eine Aktiengesellschaft mit Notierung an der Londoner Börse und 1980 unternahm man mit der Akquisition von Grey-Green Coaches in London den ersten Schritt in den Bussektor. Es folgten weitere Akquisitionen von Busunternehmen, und die größte - British Bus Group plc - im Jahr 1996 machte das Unternehmen zu einem der führenden Busbetreiber Großbritanniens.
Die Cowie Group wurde 1997 in Arriva umbenannt, um die vielen Einzelunternehmen unter einem gemeinsamen neuen Namen zu vereinen. Im gleichen Jahr erwarb Arriva sein erstes Unternehmen auf dem europäischen Kontinent.
Dieser Zeitstrahl führt Sie durch die wichtigen Übernahmen, Konzessionsgewinne und anderen Ereignisse in Arrivas Unternehmensgeschichte.
Im August 2010 wurde Arriva von der Deutschen Bahn übernommen, einem weltweit führenden Mobilitäts- und Logistikunternehmen mit 220.000 Mitarbeitern in 130 Ländern.
1980
Eintritt in den britischen Busmarkt mit Übernahme von Grey-Green Coaches, London
1991
Erweiterung des britischen Geschäfts auf Fahrzeugvermietung. 15 Jahre später, im Jahr 2006, wird der Geschäftsbereich Fahrzeugvermietung im Zuge von Arrivas grundlegender Neupositionierung mit Fokus auf die britischen und anderen europäischen ÖPNV-Märkte veräußert.
1996
Weitere Übernahmen von Busunternehmen, darunter British Bus Group, in Großbritannien.
1997
Eintritt in den europäischen Verkehrsmarkt mit Akquisition von Unibus Holdings in Dänemark, die auch Busdienste in Schweden betreiben.
Der Name „Arriva“ wird eingeführt und vereint über 140 Markennamen in der Verkehrsbranche.
1998
Übernahme von Vancom Nederland und Veonn & Hanze in den Niederlanden. Arriva wird bedeutender Betreiber von Überland-Busdienstleistungen für Pendler.
1999
Expansion in Dänemark durch Akquisition von Bus Danmark. Übernahme von zwei Busunternehmen in Galicia, Nordwest-Spanien: Mercancias Ideal Gallego und Transportes Finisterre.
Bereitstellung von Bus- und Bahndienstleistungen in Friesland über ein Joint-Venture, außerdem Bahndienstleistungen in Groningen (Übernahme der vollen Kontrolle im Jahr 2003).
Ankündigung der Neupositionierung von Arriva mit Fokus auf den Personenverkehr in Großbritannien und dem restlichen Europa. Anschließende Veräußerung der Geschäftsbereiche für Langzeitvermietung, Autohandel und Mietwagen.
2000
Eintritt in den britischen Bahnsektor und Übernahme des Busgeschäfts von MTL in der nordenglischen Merseyside-Region.
Eintritt in den portugiesischen Markt mit der Akquisition der Busunternehmen Ami-Transportes und Abilio da Costa Moreira im Nordwesten Portugals.
2001
Übernahme von Combus, dem größten Busbetreiber Dänemarks.
2002
Erwerb von Autocares Mallorca SL und Donate Amenguel Ramis SL auf Mallorca.
Erwerb einer 51-prozentigen Beteiligung an Transportes Sul do Tejo, dem größten Anbieter von Linienbus- und Reisebusdiensten südlich von Lissabon in Portugal (2003 auf 100 Prozent erhöht).
Aufstieg zum größten privaten Busbetreiber Italiens mit der Akquisition von SAB Autoservizi mit Busdienstleistungen östlich von Mailand, vorwiegend in der norditalienischen Lombardei.
2003
Vollständige Übernahme von Transportes Sul do Tejo durch Erwerb der restlichen 49 Prozent, die bisher im Besitz der Barraqueiro Group standen (51 Prozent wurden 2002 erworben).
Arriva übernimmt die 100 prozentige Kontrolle des Bus/Bahn Joint Venture in den Niederlanden und benennt es um in Arriva Openbaar Vervoer NL.
In den Niederlanden gewinnt Arriva eine Konzession für öffentliche Busdienste in der Stadt und Provinz Groningen sowie der Provinz Drenthe (bis Dezember 2009).
Betriebsbeginn der Bahnkonzessionen für acht Jahre in Mittel- und Nordjütland - als erstes privates Unternehmen im dänischen Schienenpersonennahverkehr (SPNV).
Betriebsbeginn der neuen integrierten SPNV-Konzession für 15 Jahre in Wales und den angrenzenden Grafschaften Englands – Arriva Trains Wales/Trenau Arriva Cymru.
Verkauf der Autohandelssparte im Rahmen der Unternehmensstrategie, sich auf den Personenverkehr in Großbritannien und dem restlichen Europa zu konzentrieren.
2004
Eintritt in den deutschen ÖPNV-Markt mit Übernahme der Prignitzer Eisenbahn Gruppe. Erwerb von 76,9 Prozent (2006 erhöht auf 100 Prozent), der Regentalbahn AG vom Freistaat Bayern mit der Bereitstellung von Bahndienstleistungen in Bayern, Thüringen und Sachsen.
Ausbau der Marktposition im italienischen ÖPNV-Markt mit dem Erwerb von 49 Prozent der Società Autoservizi, F.V.G S.p.a (später erhöht auf 60 Prozent).
Übernahme von Wulff Bus A/S, einem dänischen Busbetreiber, dessen geographische Ausdehnung Arrivas vorhandenen Geschäftsbereiche in Jütland und Kopenhagen optimal ergänzt. Position als größtes Busunternehmen Kopenhagens mit einem Marktanteil von 40 Prozent.
2005
Eintritt in den deutschen Busmarkt durch Übernahme der Autobus Sippel GmbH, eine der größten privaten Busgesellschaften Deutschlands.
Erwerb von Blue Bus and Coaches im nordenglischen Bolton, die Busdienste in Bolton und Teilen Manchesters anbieten.
Erwerb einer 80-prozentigen Beteiligung am italienischen Busunternehmen SADEM, das im Piemont und im Aostatal tätig ist, mit Option zum Erwerb der restlichen 20 Prozent im Jahr 2008 (restliche Übernahme 2008).
Gewinn der Ausschreibung ueber die 10-jährige Konzession für den Betrieb von Bahndiensten in Bayern zwischen München, Hof und Furth im Wald ab Dezember 2007.
Gewinn einer 15-jährigen Bahnkonzession als alleiniger Betreiber regionaler Bahndienste im niederländischen Friesland und Groningen. Gewinn einer sechsjährigen Konzession für Busdienste in Waterland nördlich von Amsterdam.
Arriva erhöht seine Beteiligung an Società Autoservizi F.V.G S.p.a. von 49 Prozent (2004 erworben) auf 60 Prozent.
2006
Übernahme von Premier Buses, tätig unter dem Namen MK Metro Ltd, im südenglischen Milton Keynes.
Erwerb des deutschen Busunternehmens Verkehrsbetriebe Bils KG im Münsterland.
Erwerb eines Anteils von 21,5 Prozent am führenden portugiesischen ÖPNV-Anbieter Barraqueiro SGPS SA (Erhöhung auf 31,5 Prozent im Jahr 2008).
Eintritt in den tschechischen Busmarkt mit dem Erwerb des Busunternehmens Transcentrum Bus s.r.o, das nördlich von Prag aktiv ist.
Eintritt in den schwedischen Bahnsektor mit einer neunjährigen Konzession für den Betrieb der Regionalbahn Pågatåg im südschwedischen Schonen (2007).
Gewinn der Ausschreibung um die 12-jährige Konzession für Bus- und Bahndienstleistungen zwischen Dordrecht und Geldermalsen in den Niederlanden.
Gewinn einer Konzession über 10 Jahre für Bahndienstleistungen zwischen München, Oberstdorf und Lindau (2007) sowie über 12 Jahre für Bahndienstleistungen zwischen Freilassing und Berchtesgaden in Bayern (2009).
Zuschlag für den Erwerb von 80 Prozent des Busunternehmens Neißeverkehr GmbH im Nordosten Deutschlands (2007).
Abschluss der grundlegenden Neupositionierung von Arriva mit dem Verkauf des britischen Mietwagengeschäfts.
Erwerb von 35 Prozent an Trieste Trasporti in Italien und Ausbau der Beteiligung auf 40 Prozent im Jahr 2007.
Arriva erhöht seine Beteiligung an der deutschen Regentalbahn AG von 76,9 Prozent (2004 erworben) auf 100 Prozent.
2007
Arriva erwirbt die spanischen Busunternehmen Esfera und Autocares Fray Escoba in Madrid.
Arriva stärkt seine Position in der Tschechischen Republik durch die Übernahme von Bosak Bus s.r.o. und Osnado Spol s.r.o.
Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Bus- und Bahngesellschaft Osthannoversche Eisenbahnen AG, die in Niedersachsen tätig ist.
Arriva wurde in England mit dem CrossCountry Verkehrsvertrag beauftragt.
Eintritt in den schwedischen Bahnsektor.
Gemeinsam mit Joint-Venture-Partner PCC Rail: Gewinn einer dreijährigen Konzession für Bahndienstleistungen in Kujawsko-Pomorskie Voidvodship im Nordwesten Polens. 2010 erwirbt Arriva die Anteile seines Partners; das Unternehmen befindet sich jetzt im Vollbesitz von Arriva.
Arriva geht ein Joint Venture mit der Ferrovie Nord Milano Gruppe ein und vollended die Akquisition von 49 Prozent des italienischen Busbetreibers SPT Linea.
Arriva erwirbt Veolia Scandinavia, Dänemarks zweitgrößten Busbetreiber.
Gewinn einer Buskonzession in Stockholm mit Betriebsaufnahme im Jahr 2009.
Aufnahme des Bahnbetriebs im Rahmen von zwei neuen zehnjährigen Konzessionen in Bayern (durch die Regentalbahn).
Zuschlag für den Erwerb von 80 Prozent des Busunternehmens Neißeverkehr GmbH in Nordostdeutschland (2006 erhalten).
2008
Betriebsaufnahme im Rahmen der Buskonzession für Hoeksche Waard und Goeree Overflakkee südlich von Rotterdam.
Arriva erweitert seine Beteiligung an der portugiesischen Gesellschaft Barraqueiro auf 31,5 Prozent auf (21,5 Prozent wurden 2006 erworben).
Arriva erweitert seine Beteiligung an SAIA Trasporti in Brescia, Italien, auf 100 Prozent auf.
Arriva erwirbt den britischen Reise- und Flughafenbusbetreiber Tellings Golden Miller.
Arriva erwirbt das spanische Busunternehmen Empresa de Blas y Cia S.L. mitsamt Tochtergesellschaften, die in Madrid und Umgebung tätig sind.
Arriva übernimmt 80 Prozent an Interbus Invest, der Holding über Eurobus Invest, die wiederum der größte private Busbetreiber in Ungarn ist und die auch in der Slowakei tätig ist. Erwerb der restlichen 20 Prozent im Jahr 2009.
Ausweitung der Präsenz in Brandenburg durch Übernahme des Südbrandenburger Nahverkehrs (SBN). SBN bietet in der Region Oberspreewald-Lausitz Buslinienverkehr an.
Im Oktober 2008 erwirbt Arriva die restlichen 20 Prozent am Busbetreiber SADEM S.p.A und der Tochtergesellschaft Sapav S.p.A im norditalienischen Piemont und erhöht seine Beteiligung somit auf 100 Prozent.
Gewinn der Göteborg-Örebro-Bahnkonzession in Schweden mit Betriebsaufnahme im Jahr 2009.
2009
Arriva hat die Ausschreibung von Bus- und Bahnleistungen im „Achterhoek Rivierenland“ in der Provinz Gelderland in den Niederlanden gewonnen. Der Busbetrieb wird im im Jahr 2010 aufgenommen, der Eisenbahnbetrieb im Jahr 2012.
Erwerb der verbleibenden 20 Prozent an der Interbus Invest, der Holdinggesellschaft von Eurobus Invest in Ungarn, die Buslinien in Ungarn und der Slowakei betreibt.
Erneuter Gewinn einer Konzession für Bahndienste in Jütland mit einer Laufzeit von acht Jahren ab 2010.
Gewinn einer achtjährigen Konzession für den Betrieb von 65 Bussen in der südschwedischen Region Halland mit Betriebsaufnahme im Juni 2010.
Mit der Inbetriebnahme von 164 Bussen in der schwedischen Hauptstadt tritt Arriva als erster privater Marktteilnehmer seit 10 Jahren in den Stockholmer Busmarkt ein.
Ausweitung des Bahnbetriebs in Schweden durch eine neue Konzession für die Strecke zwischen Göteborg und Örebro.
Beginn einer zwölfjährigen Konzession für Bahndienste zwischen Freilassing und Berchtesgaden in Bayern.
2010
Arriva erwirbt den 50-Prozent-Anteil seines Joint-Venture-Partners an der Arriva PCC. Das polnische Bahnunternehmen wird in Arriva RP umbenannt und befindet sich jetzt im Vollbesitz von Arriva.
In einem Konsortium mit der Unternehmensgruppe Barraqueiro gewinnt Arriva eine 5-Jahres-Konzession für den Betrieb des Stadtbahnsystems Metro do Porto in der portugiesischen Stadt Porto mit Betriebsaufnahme im April 2010.
Im August wird Arriva von der Deutschen Bahn übernommen, einem weltweit führenden Mobilitäts- und Logistikunternehmen mit 220.000 Mitarbeitern in 130 Ländern.
Als Teil eines Bieterkonsortiums hat Arriva den Auftrag zur Erbringung der öffentlichen Nahverkehrsleistungen auf Malta und Gozo über einen Zeitraum von 10 Jahren ab Juli 2011 erhalten.
Arriva hat einen Vertrag über die Erbringung von SPNV-Leistungen in der Region Kujawsko Pomorskie in Polen über einen Zeitraum von 10 Jahren erhalten... Dieser Vertrag beinhaltet diejenigen Schienenpersonennahverkehrsleistungen, die Arriva bereits in den vergangenen drei Jahren in Polen erbracht hat und er erweitert das Leistungsvolumen zusätzlich um bis zu 15 Prozent.
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